16.5.-Unter Persern I

Freitag, 16. Mai 2008

…….heute war für uns Probe mit den anderen Tages-Gruppen, gemeinsam mit der Regisseurin.
Sehr interessant zu erleben, was noch auf uns zukommen wird.
Nun denn, die Perser rücken näher und näher an ihre Aufführung und es wird immer anstrengender.
Heute hat unsere Chorführerin uns mitgeteilt, daß wir unvorhergesehener weise noch anderthalb Seiten Text hinzu zu lernen haben. Die Regisseurin hat das wohl entschieden. Was jedoch unsere choreographischen Abläufe betrifft, hat sie noch nicht zu Ende entschieden. Die Regisseurin, meine ich damit. Aber langsam kriegt das Ganze ein Gesicht - sagt Frau Bosse.
Das finde ich auch.
Es war sehr beeindruckend, einen uns noch fremden Text zu hören und einen weiteren Teil der Choreographie hinzu zu lernen, in den Boden zu hüpfen, den Boten über sich kriechen zu lassen und lange unbeweglich auf dem schmutzigen Hallenboden liegen zu bleiben.
Es bleibt dabei: wir sollen ganz langsam aufstehen. Besser für die verschiedenen “Kreisläufe” meinte gnädig ein Chorleiter neben uns; wie mir schien, leicht zweideutig. Er fügte hinzu, diese Art sich zu erheben, würde dem Durchschnittsalter der Protagonisten eher gerecht. Und wo er Recht hat, hat er Recht.

Heute ist die arme Atossa sooft hingefallen, dass mir meine Knie allein vom Zuschauen wehtaten. Sie wird auch während der Aufführung immer wieder hinfallen müssen, mit ihren Stelzen, stell dir das vor!
Sie trug am linken Bein einen Knieschoner. Vielleicht trägt sie morgen auch am rechten Bein einen. Und bei der nächsten Probe vielleicht ein Ellenbogenschoner…?! usw.usw…..?!
Die Arme, ganz im Ernst. Sieht schlimm aus, wenn sie hinfällt und es hört sich noch schlimmer an, bedingt durch ihre Stelzen die auf den Boden knallen.
Und eine solch unbequeme Lage einzunehmen, während um sie herum alte Perser wüten - das Schauspielerleben ist nicht das Einfachste….

Habt ihr den besagten Teil denn auch schon durchgenommen? Kennt eure Gruppe diese Passagen der Aufführung schon?

Ach noch was, für Samstag ist Kuchen-Wettbewerb angesagt. Wir sollen Kuchen backen und 15 Stück oder Bleche schaffen. Als Gegenleistung, sozusagen, für die Muffins vom vorherigen Samstag. Der beliebteste Kuchen erhält einen Preis - ein Pferd.
Also kein Königreich für ein Pferd, sondern ein Pferd für einen Kuchen.
Auch kein schlechter Tausch, oder?
Fragt sich nur, welche Art Pferd das sein könnte!

Der heutige Proben-Abend war lang, wir saßen noch zu sehr Vielen im “Katharina”, dem Biergarten, und haben uns gefreut, dass wir immer noch unermüdlich dabei sind. Samstag wollen wir auch hin, und wir werden “ein ganz gemischter Haufen” sein, das ist heut schon klar. Dies, zu deiner Information!

Bis zur nächsten gemeinsamen Probe, diesmal ja im Großen Haus…..

Ghita

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